Zwölf Wirte wollen weiteres Zelt

Krätz darf heuer noch mal auf die Wiesn

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Sepp Krätz (58) steckt bereits in den Vorbereitungen für die Wiesn 2013 – am Dienstag darf er mit der erneuten Zulassung für das Hippodrom rechnen

München - Am Dienstag entscheidet der Stadtrat über die Oktoberfest-Zulassungen. Trotz des Steuerverfahrens wird Sepp Krätz wohl wieder auf die Wiesn dürfen. Zwölf Wirte haben sich für ein weiteres Zelt beworben.

Die Steuerermittler sind immer noch hinter Wiesn-Wirt Sepp Krätz her – aber das Hippodrom wird heuer wohl wieder auf dem Oktoberfest aufgebaut.

Am Dienstag entscheidet der Stadtrat in geheimer Sitzung über die Zulassungen zum größten Volksfest der Welt, das am 21. September ozapft wird. Krätz und Hippodrom-Fans dürfen sich freuen: Nach tz-Informationen schlägt die Stadt den Wirt für die Wiesn vor. Wenn die Stadträte des Wirtschaftsausschusses zustimmen, darf Sepp Krätz heuer noch mal auf die Wiesn.

Das an sich ist noch nicht die Überraschung: Wiesn-Chef und Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) hatte stets betont, dass die Unschuldsvermutung gelte. Auch wenn die Staatsanwaltschaft seit Juli 2011 ermittelt, auch wenn die Beamten schon zu zwei Razzien ausrückten – bislang stand immer nur der Verdacht der Steuerhinterziehung im Raum. Erwiesen ist nichts, auch für die Stadt ist der Ausgang offen. Und trotzdem spitzt sich die Angelegenheit zu: Nach tz-Informationen geht das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft in die ganz heiße Phase. So soll Krätz bereits mit der Finanzverwaltung über eine Steuerfestsetzung verhandeln. Dabei soll es um die Summe gehen, die er dem Fiskus nachzahlen soll.

Je nach Höhe der Beträge und dem Ausmaß der möglichen Vertuschungsversuche will die Staatsanwaltschaft entscheiden, wie die Sache Krätz weitergeht. Möglich scheint alles – bis hin zu einer Anklage. Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch sagt lediglich: „Das Verfahren läuft noch.“ Auch Krätz selbst sagt gegenüber der tz nicht viel zu der Sache: „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen.“ Im Fall einer Verurteilung würde der Wiesn-Wirt seine Konzession verlieren.

Nachfolger stehen bei der Stadt schon seit vielen Jahren Schlange: Heuer haben sich wieder zwölf Wirte aus ganz Deutschland für ein weiteres Wiesn-Zelt beworben, darunter auch einige prominente Münchner Gastro-Größen. Drei der Bewerber haben ihr erhofftes Geschäft sogar schon mal „Hippodrom“ getauft! Sie dürften wieder leer ausgehen.

Nicht nur bei den Wirten, auch bei vielen Schaustellern, Imbiss- und Budenbetreibern wird es am Mittwoch wieder lange Gesichter geben: Insgesamt 1330 Geschäfte hatten sich bei der Stadt beworben, 752 sollen abgelehnt werden. Für 578 Beschicker könnte es demnach heißen: Auf geht’s zur Wiesn.

S. Arbinger, D. Costanzo

 

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Der Deutsche Thomas Brögelmann hat die größte Kronkorken-Sammlung. 2003 besaß der 36-Jährige nach rund neun Jahren etwa 127 500 Kronkorken. © dpa
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Der schnellste Biertrinker kommt aus den USA: Steven Petrosino kippte am 22. Juni 1977 einen Liter Bier in sagenhaften 1,3 Sekunden in sich hinein. Einen weiteren "Speed-Drinking"-Rekord hält Peter G. Dowdeswell aus England. Der schaffte 1975 zwei Liter Bier in sechs Sekunden. © dpa
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Das stärkste Bier der Welt kommt aus Franken. Der "Schorschbock" hat einen Alkoholwert von 43 Prozent. Eine 0,33-Liter-Flasche kostet 100 Euro. Platz 2: Das schottische "Sink the Bismarck" (41 Prozent Alkohol). © dpa
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Der längste Stammtisch entstand am 5. Juli 1992 in Bad Blankenburg (Thüringen) mit 3582 Metern Länge. 20 000 Gäste wurden bewirtet und 25 000 Liter Bier ausgeschenkt. 31 Brauereien und 15 Gaststätten und Vereine der Stadt waren an dieser Aktion beteiligt. © dpa
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2009 trank jeder Tscheche (im Bild: Ex-Präsident Vaclav Havel) statistisch gesehen 159,3 Liter. Europaweit ist das unübertroffen. Deutschland kommt auf Platz 2 (109,6 Liter), dicht gefolgt von Österreich (106,2 Liter). © dpa
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Das womöglich teuerste Bier Deutschlands ist der Abts Trunk der Klosterbrauerei Irsee im Allgäu. Das Bier wurde zum 800. Jahrestag der Gründung des Klosters hergestellt. Vor 30 Jahren kostete die Halbliterflasche 23 Mark und die Literflasche 33 Mark. Inzwischen werden die Steingutgefäße auf Internet-Auktionen für über tausend Euro gehandelt. © dpa

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