„Wir sind sehr erschrocken“

Oktoberfest 2018: Schmutzige Geschäfte im Winzerer Fähndl?

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Das Winzerer Fähndl ist täglich sehr gut besucht.

Kaum endete ein Wiesn-Tag auf der Theresienwiese, da stürmten rund 50 Polizisten das Winzerer Fähndl. Nun äußern sich Polizei und Staatsanwaltschaft zu dem Einsatz. 

München - Als die letzten Wiesnhits längst verklungen, die Tische hochgeklappt waren und die Bedienungen den Boden fegten, gab es im Winzerer Fähndl von Wirt Peter Pongratz (71) noch ordentlich Rambazamba! Mehr als 50 Polizisten stürmten in der Nacht zum Dienstag das Festzelt. Sie strömten in alle Richtungen aus, sicherten Ausgänge und Treppen. Die Steuerfahndung, der Zoll und die Staatsanwaltschaft rückten an. Unter anderem geht es auch um Schwarzarbeit. 

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, beziehen sich die Ermittlungen nicht auf Pongratz selbst. Vielmehr haben die Behörden einen Geschäftsführer des Dienstleisters „GS Gastro Service GmbH“ im Visier. Oberstaatsanwältin Anne Leiding sagt der tz: „Es handelt sich um Ermittlungen wegen des Verdachts der Schwarzarbeit und des Verstoßes gegen die Abgabenordnung.“ Wie die tz erfuhr, ist der Hauptbeschuldigte Akram A., einer der Geschäftsführer des Unternehmens, im Zelt festgenommen worden. „Die Person ist nach wie vor in Haft“, teilt Leiding auf Nachfrage mit. Durchsuchungen wie diese gebe es häufiger, sagt Leiding. 

Video: Das sind die Wiesn-Gewinner - legal und illegal

Oktoberfest 2018: Ermittlungen beziehen sich nicht auf Pongratz selbst

Auch Wiesnzelte seien eben Gewerbebetriebe. „Wir sind sehr erschrocken“, sagt Wirt Peter Pongratz (71). Kurz nach 23 Uhr am Montagabend seien Polizei, Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und der Zoll im Zelt gestanden und hätten Mitarbeiter der „GS Gastro Service GmbH“ befragt und Unterlagen eingesammelt. Um Dienstzeiten und Bezahlung der Mitarbeiter sei es gegangen. Auch er sei befragt worden, so Pongratz. 

Die Firma arbeite seit vielen Jahren im Fähndl, so Pongratz. „Sie waren sehr zuverlässig und nie auffällig - aber in Menschen reinschauen kann man nicht.“ Die „GS Gastro Service GmbH“ war für die Reinigung des Zelts zuständig. Etwa für die Toiletten und Küche. „Sie haben alles immer perfekt sauber gemacht.“ Und deswegen übernehme er jetzt die Zahlungen für die Mitarbeiter, so Pongratz. Es gehe dabei um etwa 20 Personen, die weiter in dem Zelt arbeiteten. 

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Außerdem kam es auch noch zu weiteren kleinen gewalttätigen Überfällen an der Hackerbrücke

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