Kennen Sie das Oktoberfest? - 10 Fakten

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Das Kettenkarussell gehört zu den ältesten Fahrgeschäften der Wiesn

München - Die Bierpreise hat jeder Oktoberfest-Fan im Kopf. Sobald Biertisch-Bekanntschaft aber nach Geschichte und Traditionen fragt, kratzt sich selbst der vermeintliche Wiesn-Kenner so manches Mal am Kopf.

Warum feiern wir das Oktoberfest? Ist Wiesn-Bier wirklich stärker? Seit wann gibt es die Fahrgeschäfte? Wer beim Kennenlernen wirklich punkten möchte, sollte die wichtigsten Fakten als Eisbrecher griffbereit im Kopf haben. Dass das Oktoberfest beispielsweise ursprünglich als Hochzeitsparty entstand, kann Mann oder Frau beim Flirten einfach mal augenzwinkernd anmerken.

Kennen Sie das Oktoberfest? - 10 Fakten

Die 10 wichtigsten Fakten zum Oktoberfest: Vor 200 Jahren heiratete Kronprinz Ludwig von Bayern seine Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Zur Feier lud er nicht nur den Adel, sondern auch das einfache Volk zu einem großen Festmahl ein. Höhepunkt war ein Pferderennen auf der, nach der Braut benannten Theresienwiese - die Geburtsstunde der Wiesn. © Wiki Commons
Dass das Oktoberfest entgegen seinem Namen bereits im September beginnt, hat einen praktischen Grund: Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Wiesn-Start bewusst vorverlegt, um vom besseren Wetter des Altweibersommers während der Festzeit zu profitieren. Das Oktoberfest endet aber weiterhin am ersten Oktoberwochenende.  © dpa
Seit 1879 bildet der Einzug der Wiesn-Wirte den Auftakt zum Oktoberfest. Festlich geschmückte Pferdegespanne ziehen die Fässer der Brauereien. Der Zug endet traditionsgemäß im Schottenhamel-Zelt, der ältesten Brauerei, die heute noch auf der Wiesn vertreten ist. Von dort zapft der amtierende Oberbürgermeister das erste Fass Bier an. © Marcus Schlaf
Tradition und Gesetz bestimmen, wer auf der Wiesn Bier ausschenken darf. Die begehrte Lizenz erhalten nur Münchner Brauereien nach den strengen Vorgaben des bayerischen Reinheitsgebotes von 1516. Dort sind die erlaubten Zutaten, die Brauzeit und die Lagerung festgehalten. © dpa
Kein anderes Bier schmeckt wie das Wiesn-Bier. Eigens für das Volksfest brauen die Wirte den Gerstensaft mit einer höheren Stammwürze und einem bis zu 1,3 Prozent höherem Alkoholgehalt. Eingeführt wurde das Spezialbier übrigens 1872 vom Wirt des Schottenhamel. © dpa
Schiffschaukel und Kettenkarussell sind die ältesten Fahrgeschäfte auf der Wiesn. Seit 1919 betreibt die Familie Kalb, mittlerweile in dritter Generation, ihren "Kettenflieger". Noch älter ist nur das "Original-Zauber-Spezialitäten-Theater" der Familie Schichtl. Seit 1869 zieht die offene Bühne ihre Zuschauer mit gruseligen Kuriositäten wie einer "Live-Enthauptung" in ihren Bann. © Marcus Schlaf
Die begehrtesten Jobs auf der Wiesn werden nur selten frei: Wer sich bei der Stadt um eine Stelle als Wiesn-Wirt bewirbt, landet schon mal für 20 Jahre auf der Warteliste - bis sich ein anderer verabschiedet. Der Job ist allerdings ganz schön teuer: Rund zwei Millionen Euro kann allein der Auf- und Abbau eines Festzeltes kosten. Deshalb schaffen auch nur die erfahrensten Wirte den Sprung in das Amt. © dpa
In einen Masskrug passt ein Liter Bier - theoretisch. In der Realität sieht das oft anders aus: Die offizielle Unterschank-Toleranzgrenze der Stadt ist bei 0,9 Litern angelegt. Alles was drunter liegt, ist strafbar - und wird stichprobenartig von angestellten Bierdetektiven der städtischen Ordnungsbehörde kontrolliert. © AP
In den letzten Jahren wurde er durch andere Modesünden zwar etwas verdrängt, der Bayer trägt zum richtigen Trachtenoutfit aber weiterhin den Haferlschuh! Erfunden hat ihn 1803 der Schuhmacher Franz Schratt. Der typische Haferlschuh ist knöchelhoch, mit doppelter Naht,  und der Typischen Spitze mit rechtwinkliger Schaftkante und Bindung an der Außenseite. © AP
Die Wiesn, sie ist auch mehrfacher Rekordhalter und das nicht nur per Definition als größtes Volksfest der Welt. Das größte Bierzelt aller Zeiten stand 1913 mit 12000 Plätzen auf der Theresienwiese. 1999 wurden 681242 Bratlhendl verputzt. OB Christian Ude hält mit zwei Schlägen indes den Anstichrekord. Zum Vergleich: OB Thomas Wimmer brauchte 1950 19 Schläge. © AP

Wenn die Stimmung nach der zweiten Maß lockerer wird, eignet sich die ein oder andere Anekdote auch ganz ungeniert zum Angeben. Spannend ist das Wiesn-Wissen auf jeden Fall nicht nur für den Münchner. Klicken Sie sich einfach durch die Fotogalerie und erfahren Sie zehn interessante Fakten zur Wiesn.

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