So klappt's mit dem perfekten Wiesn-Besuch

oktoberfest-live.de gibt Tipps für den perfekten Wiesn-Besuch.

Auf der Wiesn geht es vor allem um die Gaudi und das Bier, Flirten und natürlich die schönen Trachten. Wie der Wiesn-Tag gelingt, zeigt der Survival Guide von oktoberfest-live.de.

Wichtig für einen gelungenen Wiesn-Tag ist natürlich das Styling. Frau braucht unbedingt ein fesches Dirndl und Mann natürlich eine Lederhosn und Haferlschuhe. Die gibt's in München zur Wiesn-Zeit an jeder Ecke. Ob günstig oder teuer, von der Stange oder als individuelle Maßanfertigung, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Hauptsache Tracht, lautet das Motto.

Noch mehr Wiesn-Survival-Tipps

1. Am Morgen. Der perfekte Wiesn-Tag beginnt mit einem traditionellen Weißwurstfrühstück. Das schmeckt nicht nur, sondern ist auch eine gute Grundlage für die erste Maß Bier. Im richtigen Outfit, also Frau im Dirndl und Mann in Lederhose, sollten sich Wiesngänger dann frühzeitig auf den Weg machen.

2. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer ins Festzelt möchte, aber keinen Tisch reserviert hat, sollte früh aufstehen. Es lohnt sich schon um sieben oder acht Uhr morgens für einen Sitzplatz im Zelt Schlange zu stehen. Geöffnet werden die Zelte wochentags um zehn Uhr, am Wochenende um neun Uhr. Vor allem am Wochenende ist der Andrang groß, und die Zelte sind oft schon am Vormittag voll. Die Oktoberfest Öffnungszeiten.

Bayern oder Ballermann: Wiesn-Zelte im Vergleich

Für die Prominenz: Das Hippodrom steht direkt am Haupteingang zur Wiesn und versteht sich als Promi-Zelt. Hier kuschelt Heino mit Hannelore, und vor dem Eingang stehen Marianne und Michael mit dem gemeinen Volk in der Schlange. © 
Für die Prominenz: Noch exklusiver geht es in Käfer's Wiesnschänke zu. Hier geben sich Fußballer des FC Bayern ebenso die Ehre wie Werbe-Ikone Verona Pooth oder Ralph Siegel. Im vergangenen Jahr feierten Lothar Matthäus und seine vierte Frau Liliana noch zusammen. Neben der Wiesn-Maß gibt es auch Wein und Champagner. © 
Für die Jugend: Eröffnet wird das größte Volksfest der Welt traditionell im Schottenhamel. Hier sticht Münchens Oberbürgermeister Christian Ude alle Jahre wieder vor den Augen der bayerischen Politprominenz das erste Fass an. Überwiegend strömen junge, feierfreudige Menschen aus München und Umgebung in das Zelt © 
Für die  Jugend: Ebenso beliebt beim Nachwuchs ist das Hacker-Festzelt mit dem Namen “Himmel der Bayern“. Mit seiner weiß-blauen Decke und kleinen Wölkchen ist es eines der schönsten Zelte auf der Wiesn. © 
Für die Reiferen: Bei der Fischer Vroni gibt es eine bayerische Spezialität, die sich kein Wiesn-Besucher entgehen lassen sollte: leckeren Steckerlfisch. In diesem vergleichsweise kleinen Festzelt feiern gerne ältere Gäste, aber auch Touristen. © 
Für die Reiferen: Im Pschorr-Traditionszelt Bräurosl geht es ebenfalls vergleichsweise urig und gemütlich zu - mit Ausnahme des ersten Wiesn-Sonntags. Dann feiern hier tausende Homosexuelle den “GaySunday“. Der Name Bräurosl stammt von der Tochter des früheren Brauereibesitzers Pschorr. © 
Für die Touristen aus aller Welt: Mit einer Fläche von mehr als 5000 Quadratmetern ist das Hofbräu-Festzelt nach eigenen Angaben das zweitgrößte Festzelt auf der Wiesn - und wohl das lauteste. Schon am frühen Morgen, bevor die Musik anfängt, ist das Gröhlen aus dem Zelt auf dem ganzen Festplatz zu hören. Hier treffen sich vor allem Touristen aus aller Welt, die das Bier schon aus dem Hofbräuhaus kennen - und lieben. Hier wird getrunken, getanzt, gesungen und geknutscht. © 
Für die Münchner: Das Augustiner-Zelt liegt schräg gegenüber des Hofbräu-Zelts. Während auf der anderen Straßenseite Australier, Italiener und Japaner um die Wette trinken, feiern im Zelt der ältesten Münchner Brauerei vor allem Münchner sich selbst und die bayerische Gemütlichkeit. Nur hier wird das Bier noch aus traditionellen Holzfässern gezapft, den Hirschen. Doch auch im Augustiner tanzt man auf den Bierbänken, die rund 6000 Besuchern Platz bieten. Zur Jubiläums-Wiesn bekommt das Augustiner-Zelt zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wieder einen 25 Meter hohen Turm. © 
Für die übrigen Bayern: Das Armbrustschützenzelt stand schon im Jahr 1895 auf dem Oktoberfest, die Boxen und Balkone sind nach heimischen Tieren benannt: Von A wie Adler bis W wie Wildsau. Hier wird die Schützen-Tradition hochgehalten. In einem Zeltanbau gibt es eine 30 Meter lange Schießbahn, auf der seit 1935 während der Wiesn die Deutschen Armbrust-Meisterschaften ausgeschossen werden. © 
Für die übrigen Bayern: Auch im Schützenzelt werden urbayerische Gemütlichkeit und Feierfreude in Ehren gehalten. Zum Löwenbräu-Bier wird die Spezialität des Hauses serviert: in Malzbier gebratenes Spanferkel. © 
Für die übrigen Bayern: Zünftig geht es in der Ochsenbraterei zu. Ein großer Ochse am Spieß ist nicht nur die Dekoration über dem Eingang, sondern auch die wichtigste Attraktion im Innern dieses Festzelts. Seit fast 130 Jahren werden hier jedes Jahr ganze Ochsen am Stück gebraten. Auf einer großen Tafel lesen die Gäste den Namen des Ochsen, der sich gerade am Spieß dreht. © 
Für jeden: Gaudi für jeden, egal woher, egal wie alt, heißt es in der Löwenbräu-Festhalle. Ein großer Löwe über dem Eingang brüllt “Löööööwenbrääääu“ und zieht damit Einheimische und “Zuagroaste“ gleichermaßen an. Mit mehr als 8000 Plätzen gehört die Festhalle zu den größeren Zelten. © 
Für jeden: Das Winzerer Fähndl kommt in diesem Jahr in neuem Gewand daher. Zur Jubiläums-Wiesn leistete sich die Paulaner-Brauerei einen kompletten Neubau. Als erstes Festzelt bekommt das Winzerer Fähndl eine zentrale Bierversorgung: Eine Ringleitung im Boden garantiert, dass der Bierfluss nicht ins Stocken gerät. © 
Für Biermuffel: Auf dem größten Bierfest der Welt gibt es tatsächlich ein Festzelt, in dem das Bier nicht in Maß-Krügen ausgeschenkt wird: Im Weinzelt gibt es nur Paulaner-Weißbier, Wein und Champagner. Gesungen und gefeiert wird hier trotzdem. “Fesche Madln haben ihren Spaß an den vielen Bars und fesche Burschen an den Madln“, wirbt die Homepage. © 

3. Das richtige Zelt: Es gibt insgesamt 14 große und etwa noch mal so viele kleinere Zelte. Ihnen kann man meistens ein spezielles Publikum zuordnen.

Im Schottenhamel trifft sich die Jugend.

Im Hippodrom feierte die Schickeria.

Im Löwenbräu-Zelt treffen sich eher die älteren Wiesn-Besucher.

Im Hofbräu-Zelt ist das Publikum international.

In der Ochsenbraterei geht's gemütlich zu.

Das Hacker-Zelt hat ein drehbares Musikpodium und ein Cabrio-Dach.

Bei der Fischer-Vroni gibt's eine echte Alternative zur Schweinshaxe: Fisch.

Im Augustiner-Festezelt geht's familiär zu.

Im Weinzelt legt man Wert auf den Wohlfühlfaktor.

Im Winzerer Fähndl treffen sich die FC Bayern-Fans.

Im Bräurosl steht die Unterhaltung im Vordergrund.

Im Schützenfestzelt wird die Oktoberfest-Meisterschaft der Schützen ausgetragen.

Im Armbrustschützen-Zelt geht's zu wie auf einem bayerischen Dorffest.

Welches Zelt wo steht? Zum Zeltplan.

4. Essen und Trinken. Es empfiehlt sich, sämtliche Diätpläne aufzuschieben. Erstens läuft die Mass viel zu gut die vom Singen trockenen Kehlen hinunter, zweitens gehören ein Hendl oder eine Schweinshaxn zur Wiesn-Gaudi und bilden eine gute Grundlage für das Oktoberfestbier, dass mehr Alkohol hat, als für Bier üblich (mehr zur Bier-Kultur). Ganz wichtig zum Selbstschutz: Nicht aus fremder Leute Bierkrügen trinken. Neben K.O.-Tropfen lauern auch Herpes oder einfach nur die nächste Erkältung am Glas.

Wiesn-Schmankerl: Die Kalorien-Übersicht

5. Bargeld. Ohne Moos nix los, dieser Spruch gilt auch auf der Wiesn. Es gibt zwar Geldautomaten, aber wenn man endlich einen gefunden hat, ist die Schlange meist ziemlich lang.

6. Mitsingen. Viele englischsprachige Oktoberfest-Führer empfehlen, folgende Texte auswendig zu lernen: "Ein Prosit, Ein Prosit - Der Gemütlichkeit. Ein Prosit, Ein Prosit  - Der Gemütlichkeit." Außerdem: "Oans, zwoa, drei, Gsuffa!" Das kriegen Sie hin, oder?!

7. Geselligkeit. Der bayerischen Gemütlichkeit sei Dank: Auf der Wiesn setzt man sich einfach dazu. Wer offen für Neues ist, lernt viele Menschen kennen und findet vielleicht sogar eine neue Liebe oder wenigstens einen aufregenden Flirt. Wer hartnäckig angeflirtet wird und darauf keine Lust hat, sollte sein Anhängsel einfach mal fragen, wo es übernachtet. Lautet die Antwort "Hostel" oder "Campingplatz", sucht es vielleicht nur ein bequemeres Bett.

Bilder aus 200 Jahren Wiesn-Geschichte

Das Münchner Stadtmuseum erzählt mit „Das Oktoberfest 1810-2010“ von den 200 Jahren der Wiesn-Geschichte. Wir zeigen Ihnen exklusiv Bilder aus der Ausstellung.  © Schlaf
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8. Ein Rundgang. Es lohnt sich, nicht nur zielstrebig ein Festzelt zu besuchen, sondern gemütlich über die Theresienwiese zu flanieren. Neben allen möglichen bayerischen Schmankerln und den zahlreichen Fahrgeschäften, bieten Schausteller ausgefallene Attraktionen an: Der Vogelpfeiffer, bei dem man seine Talente als Stimmenimitator testen kann, oder der Flohzirkus, der wohl einzigartig sein dürfte, sind nur zwei unter vielen. Der Liebsten ein Lebkuchenherz kaufen und eine Fahrt im Riesenrad sind echte Klassiker und machen bei den Damen immer Eindruck.

9. In der Nacht. Obacht am Fuße der Bavaria. Nicht selten kommt es vor, dass Mann oder Frau viel zu viel getrunken haben und sich zueinem Nickerchen zu Füßen der Bavaria legen. Wer schon mal im Vollrausch war, weiß, dass nicht alle Körperaktionen vollständig kontrolliert werden können. Deshalb: Machen Sie einen Bogen um den Grünstreifen.

10. Der Nachhauseweg. Ein absolutes Don't: Die U-Bahn zwischen halb elf und elf in der Nacht, wenn die Musi in den Zelten gerade aufgehört hat zu spielen. Besser: Noch eine Runde Achterbahn fahren oder einfach mit der neuen Bekanntschaft ein wenig plaudern bis die Massen abgereist sind. Wichtig: Vor allem Frauen sollten nicht alleine oder mit Fremden nach Hause gehen. Auf der Theresienwiese gibt es einen Security Point.

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