Bleibt er Wiesn-Wirt?

Prozess gegen Sepp Krätz beginnt am 13. März

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Ärger mit der Justiz hat Wiesn-Wirt Sepp Krätz.

München - Am 13. März beginnt am Landgericht München I der Prozess gegen Sepp Krätz. Ob er trotz Steuerverfahren Wiesn-Wirt bleibt, ist noch immer unklar.

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München I hat die Termine für die Verhandlung gegen Sepp Krätz festgelegt. Demnach beginnt der Prozess, der öffentlich ist, am Donnerstag, 13. März, 9.30 Uhr, im Sitzungssaal B177 im Strafjustizzentrum an der Nymphenburger Straße 16. Dort finden auch die folgenden Verhandlungen am Freitag, 21. März, 9.30 Uhr, sowie am Freitag, 28. März, 9.30 Uhr, statt. Weitere Termine stehen noch nicht fest.

Wie berichtet muss sich der Wiesn-Wirt wegen Steuerhinterziehung verantworten. Spekuliert wird seit Monaten über eine Summe von mehr als einer Million Euro, die im Hippodrom und in der Gaststätte Andechser am Dom hinterzogen worden sein soll.

Noch ist unklar, inwieweit sich das Verfahren auf Krätz’ Wiesn-Zulassung auswirkt. Darüber entscheidet der Stadtrat auf Vorschlag von Oktoberfest-Chef Dieter Reiter. Beobachter halten es für möglich, dass der Wirt des Hippodrom seine Bewerbung von sich aus zurückzieht und damit dem Stadtrat oder dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) zuvorkommt. Wenn das KVR beschließt, ihm die Konzession für seine Gaststätten zu entziehen, stellt sich die Frage, ob er Wiesn-Wirt bleiben darf, ohnehin nicht mehr. Dann würde Reiter dem Stadtrat gar keinen Vorschlag dazu machen.

Wie berichtet hatten Steuerfahnder im Juli 2011 zum ersten Mal die Gaststätte Andechser am Dom durchsucht. Es folgten zwei weitere Razzien.

Der 59-jährige Krätz ist bereits vorbestraft. Er hatte im März 2011 einen Strafbefehl des Amtsgerichts wegen Körperverletzung akzeptiert. Krätz hatte einen Studenten, der in seinem Hippodrom jobbte, mit Tritten malträtiert. Wiesn-Chef Reiter hatte daraufhin angekündigt, Krätz stehe unter verschärfter Beobachtung. Der Wiesn-Wirt, der auch eine Rinderzucht betreibt, gelobte anschließend schriftlich, keinen Anlass mehr zu ähnlichen Beschwerden zu geben.

bst/fm

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