„Haben an ein paar Schrauben gedreht“

Nach überraschendem BRK-Aus: Aicher Ambulanz stellt Wiesn-Konzept vor - mit gravierender Neuerung

Pressebesichtigung der Wiesn-Sanitätsstation 2018
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Josef Schmid (l., CSU) und Peter Aicher, Geschäftsführer und Inhaber der Aicher Ambulanz Union, unterhalten sich während einer Pressebesichtigung der Wiesn-Sanitätsstation.
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Die Farbe stimmt schonmal: In blauen Fahrtragen werden dieses Jahr Betrunkene und Verletzte auf dem Oktoberfest zur Sanitätsstation gebracht.

München - Der neue Sanitätsdienst der Wiesn, die Aicher-Ambulanz, stellte am Donnerstag ihre auf 800 Quadratmetern komplett neu eingerichtete Wache auf dem Festgelände vor. Erstmals seit mehr als 130 Jahren ist damit nicht das Bayerische Rote Kreuz (BRK) für die Versorgung zuständig. Die Aicher-Ambulanz hatte ein kostengünstigeres Angebot abgegeben und bekam deshalb den Zuschlag.

Rund 600 Helfer und 50 Ärzte werden an 16 Festtagen vom 22. September an im Einsatz sein, etwa ebenso viele wie beim BRK. 80 Prozent der Mitarbeiter hätten Wiesn-Erfahrung, hieß es. Behandelt werden auf der Wiesn neben Alkoholvergiftungen besonders häufig Schnittverletzungen, aber auch Herz-Kreislaufbeschwerden und Wespenstiche.

Aicher zahlt Aufwandsentschädigung

„Ich habe einen sehr guten Eindruck“, sagte Wiesnchef Josef Schmid (CSU). Geschäftsführer Peter Aicher sagte: „Was das BRK über 133 Jahre gemacht hat, war nicht schlecht. Wir haben an ein paar Schrauben gedreht.“ Rund eine halbe Million Euro habe das Unternehmen investiert unter anderem in eine neue Leitstelle, zwei OPs, 15 Überwachungsplätze, EKG- und Ultraschallgeräte - und die blauen Fahrtragen, die beim BRK gelb waren und den Spitznamen Banane trugen.

Für die neuen Tragen ist als Name Schlumpfmobil im Rennen - oder Aubergine, wobei das Blau eher an den Fußballclub 1860 München erinnere, wie Schmid meinte. In einem der OPs ist an den Wänden eine Unterwasserlandschaft aufgemalt, mit Fischen und gelben Unterseebooten, damit sich kleine Patienten wohlfühlen.

Aicher zahlt den Ehrenamtlichen 65 bis 100 Euro Aufwandsentschädigung pro Schicht. Das BRK hatte hingegen nichts bezahlt.

dpa

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