Flucht vorm Oktoberfest

In diese Städte zieht's die Wiesn-Muffel

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Rund 27.000 Münchner fliehen vor der Wiesn.

München - Bald ist es wieder soweit. Dann geht in München die fünfte Jahreszeit los: die Wiesn. Doch nicht alle Einheimischen lieben einen zünftigen Bierzeltbesuch. Sie zieht es in die Ferne.

Wenn am Samstag, 21. September, mit dem Wiesn-Anstich in München das Oktoberfest beginnt, werden wieder Millionen Touristen in die "Weltstadt mit Herz" strömen. Für einige Einheimische, besonders Anwohner nahe der Theresienwiese, ist das der Auftakt für eine mindestens zweiwöchige Reise, um dem bierseeligen Trubel zu entgehen.

Einstein auf der Wiesn - Kuriose Fakten zum Oktoberfest

Was machte Einstein auf der Wiesn? Kuriose Fakten zum Oktoberfest

"Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit" - wer dieses Lied nicht beherrscht, hat in einem Wiesn-Zelt eigentlich nichts verloren. Der berühmte Trinkspruch stammt jedoch aus einer sächsischen Feder. Der Chemnitzer Musiker Bernhard Dittrich verfasste das Lied, nach dem anschließend ein kräfter Schluck aus der Mass genommen wird. © dpa
Wiesn historisch: Zu Beginn der Festivitäten im Jahre 1810 ist auf dem Oktoberfest kein Alkohol ausgeschenkt worden. Bier und Hochprozentiges mussten sich die Besucher außerhalb des Festgeländes besorgen. Die Veranstalter erkannten das Problem aber rasch und erlaubten den Alkoholgenuss schließlich. Erst dann etablierten sich die Bierzelte in ihrer heutigen Form. © dpa
Das Kunst Projekt "Les désastres de la bière" stellt die negativen Nebeneffekte der Wiesn dar: Wildbiesler, sich übergebende Menschen und sonstige Peinlichkeiten werden dort gezeigt. © dpa
Auf der Wiesn muss erstmal a gscheite Mass her. Und die ist richtig teuer geworden. Dieses Jahr liegt der Masspreis bei bis zu 10,70 Euro. © dpa
Die Lederhose ist für viele Männer ein Muss für ein Wiesn-Besuch. Das feine Leder für die bayerische Tracht kommt allerdings oft von Ziegen, die in Indien oder Pakistan grasten. Die Originale ist natürlich die Hirschlederne. Neuerdings gibt es auch vegane Tracht. © dpa
Das Online-Aktionshaus Ebay verdient sich mit der Wiesn ebenfalls eine goldene Nase. Insgesamt befinden sich 221.169 Artikel rund um das Oktoberfest (Stand 30.09.2016) im Angebot. © dpa
Hätten Sie es gewusst? Albert Einstein, Physik-Nobelpreisträger, verdiente einst sein Geld auf der Wiesn. Das Genie arbeitete 1896 als Hilfsarbeiter beim Aufbau des Schottenhamel-Festzeltes. Dort soll er elektrische Kabel verlegt haben. © dpa
Extra für die Wiesn stellt die Post eine eigene Geschäftsstelle an die Theresienwiese. Dort werden Souvenirs verkauft und Grüße direkt vom Festgelände in die weite Welt verschickt. Bis zu 130.000 Sendungen wurden im Jahr 2012 an Freunde und Familie gesendet. © dpa
Eine Mass oder acht Stamperl Schnaps? Das ist Geschmackssache. Vom Alkoholgehalt macht dies kaum Unterschiede, da das Wiesn-Bier  stärker ist als Normales. 2016 hat das US-Konsulat Touristen sogar davor gewarnt. © dpa
Während Millionen Touristen nach München fliegen und fahren, versuchen tausende einheimische Bürger dem Spektakel zu entfliehen. Hauptziele der Münchner: Städtetrips nach New York, Kopenhagen und - besonders beliebt - Bangkok. © dpa
Hoteliers freuen sich jedes Jahr erneut über die "fünfte Jahreszeit" in München. Die Preise für ein Zimmer verdoppeln sich schlagartig zum Wiesn-Beginn. © dpa

Wie das Reiseportal momondo.de herausgefunden hat, zieht es die Wiesn-Muffel, rund 27.000 Münchner Bürger, in die Metropolen dieser Welt: Bangkok, Istanbul und New York sind die Hauptziele der Fliehenden. Ganz besonders beliebt bei den Städtereisen ist die thailändische Hauptstadt. Doch auch europäische Großstädte wie Kopenhagen und Lissabon zählen zu den Favoriten der Münchner.

sam

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