Oktoberfest 2017

Vintage-Dirndl statt nullachtfünfzehn: Wo es das in München gibt

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Vintage statt Massenware, das ist der Trend bei der Tracht.

München - Ist Ihnen das auch schon mal passiert: Sie kaufen ein Dirndl und auf der Wiesn trägt fast jede zweite Frau dasselbe Modell - oder zumindest ein ähnliches? Mit einem Vintage-Dirndl wäre Ihnen das vermutlich nicht passiert. Wo man auch jetzt noch während der Wiesn ein individuelles Dirndl bekommt.

Update vom 7. September 2017: Die Dirndl-Schleife signalisiert den Beziehungsstatus der Trägerin. Im Prinzip ein geheimer Trachten-Code. Wir erklären ausführlich, auf welcher Seite man die Schleife am Dirndl trägt.

Qualität hat ihren Preis - auch bei Dirndln. Vielen Frauen ist ein schickes Designer-Dirndl oder eine Tracht aus dem Fachgeschäft aber schlicht zu teuer - zumal man sie in der Regel nicht oft trägt. Kein Wunder also, dass viele Modeketten zur Wiesn-Zeit auch Tracht anbieten, und das gerne günstig. Sogar beim Kaffeeröster oder im Discounter kann man mittlerweile ein Dirndl kaufen. Doch die günstige ist eben oft auch die Massenware. Wenn's ganz schlecht läuft, trifft man viele andere mit genau demselben Kleid auf der Wiesn.

Individuell, stylisch und trotzdem bezahlbar - Secondhand-Ware

Immer mehr im Trend sind deshalb Trachten aus dem Secondhandladen. Davon kann München einige vorweisen und längst haben sich viele nicht nur auf Secondhand sondern gleich auf stylische und individuelle Vintage-Ware spezialisiert. Viele verkaufen das ganze Jahr über Trachten, besonders aber natürlich zur Wiesn-Zeit.

Viele Dirndl aus dem Vintage-Store sind alt, manche sogar aus den 50er Jahren. Sie sind mittlerweile meist Unikate und man findet seltenes wie Kombinationen aus passendem Rock und Mieder.  

Die Preisspanne ist groß und oft kann man Schnäppchen machen. Allerdings braucht es Geduld beim Stöbern und wer ein Dirndl findet, kann dann nur hoffen, das es passt. Eine Auswahl an Größen gibt es bei diesen Einzelstücken natürlich nicht.  

Hier finden Sie in Vintage-Dirndl in München

Vinty's München: In dem Secondhand-Modeladen der gemeinnützigen Aktion Hoffnung gibt es einen großen Trachtenmarkt. Auf 250 Quadratmetern finden Kunden gebrauchte, gut erhaltene Trachtenmode. „Man muss nicht immer Neues kaufen“, sagt Shop-Leiterin Agnes Fuchsloch. „Gebrauchte Trachten sind nicht nur ökologischer, sondern auch wesentlich günstiger.“ Lederhosen und Dirndl gibt es ab 30 Euro, Schürzen, Blusen und Hemden ab 10 Euro, Janker ab 25 Euro. Einige Komplett-Outfits können bereits für 50 Euro erworben werden. Der Trachtenmarkt bei Vinty’s an der Landsberger Straße 14 hat donnerstags und freitags von 11 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. www.vintys.de/shops/vintys-muenchen

ReSales: Fünf mal gibt es die Secondhandladen von ReSales in München. Hier geht es schnörkellos zu. In der Masse der Alltagstracht kann man jedoch durchaus auch das ein oder andere besondere Teil finden. Dirndl, Blusen, Trachtenröcke, Strickjacken und Accessoires für die Damen, genauso die komplette Trachten-Bandbreite für die Herren. Das alles verhältnismäßig preiswert: www.resales-shop.de/index.html

Cat with a Hat: Hier findet man Kleider und Accessoires aus den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren. Und natürlich auch eine große Auswahl an ausgefallenen Dirndl: www.shop.vintage-muenchen.de/

Vintage Love: Bietet eine große Anzahl an traditionellen und originalen Dirndl. Das Beste: Der Laden bietet an, das Dirndl nach dem Oktoberfest gegen Wintermode einzutauschen! http://www.vintageandmore.de/home.html

Best Vintage Shop: Der kleine, aber feine Secondhandladen in der Rosenheimer Straße 67, gleich am Rosenheimer Platz, ist eigentlich auf Vintage-Designerware vom Cocktailkleid bis zur Clutch spezialisiert. Besonders klassisch oder besonders ausgeflippt, hier findet man Prachtstücke aus den 50er bis 80er Jahren. Rund um die Wiesn-Zeit will man aber auch hier nicht auf Tracht verzichten. Die Betreiberin fährt schon auch einmal eigens aufs Land, um dort besonders schöne und einzigartige Vintage-Dirndl und Accessoires zu aufzustöbern, die sie dann ihren Kundinnen mitbringt. http://www.yelp.de/biz/best-vintage-shop-m%C3%BCnchen

beGipsy: Hier gibt es die ganz besonderen Teile. Bei "Be Gipsy" in der Gabelsbergerstraße 68 im Herzen Münchens gibt es im August und September im "Himmel der Bayer(inne)n" ausschließlich Vintage und Designer Dirndl, Schürzen und Trachten-Accessoires. Dazu gibt es reichlich neue Ideen zum Stylen der Tracht, was man hier findet, ist tatsächlich einzigartig und oft ungewöhnlich kombiniert. http://www.be-gipsy.de/

Weitere Vintage-Läden, in denen Sie Trachten finden:

Schwabinger Boutique

Alexa's Retro Fashion

Einkaufen in einem Vintage-Store - ein Erlebnis für sich

Auf der Suche nach einem Kleidungsstück in einem Vintage-Laden arbeitet man sich durch verschiedene Dekaden und Kleidungsstile durch. Neuware ist hier ein Fremdwort. Jedes Dirndl das man kauft, erzählt eine Geschichte und hat Persönlichkeit.

Wiesn nostalgisch: Die schönsten Bilder von früher

Promi-Alarm anno 1997: Alexander Klaus-Stecher, Rudolf Moshammer, Ramona Leiß, Wolfgang Fiereck beim Radio Arabella-Stammtisch. © Markus Schlaf
Mittlerweile auch Wiesn-Geschichte: Das Hippodrom. © Markus Schlaf
Der Hammel vom Schottenhamel ist bei diesen Herren sicher in guten Händen. © Markus Schlaf
Brezn sind sein Geschäft: Ein Verkäufer auf der Wiesn 1997. © Markus Schlaf
Der Oberbürgermeister dirigiert: Christian Ude beim Standkonzert der Wiesnkapellen 1997. © Markus Schlaf
Mei liab: Da hat aber jemand Spaß beim Karussell fahren.   © Markus Schlaf
Christian Ude schickt eine Mail von der Wiesn nach Sydney: Im Jahr 2000 revolutionär. © Markus Schlaf
Wiesn-Einzug 1998: Aber zu welchem Zelt gehörten diese rosa Dirndl? © Markus Schlaf
Kommet ihr Massen: Gedränge vorm Augustiner. © Markus Schlaf
Schmankerl bis zum Abwinken: Eine Bedienung im Armbrustschützenzelt. © Markus Schlaf
Her mit der Maß! © Markus Schlaf
1998 war noch mehr Föhnfrisur: Das Münchner Kindl winkt beim Wiesn-Einzug. © Markus Schlaf
Ozapft is im Jahr 1998: Der damalige Oberbürgermeister Christian Ude nebst Gattin Edith von Welser-Ude mit dem damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Frau Karin. © Markus Schlaf
Willkommen auf der Wiesn: Willi Heide († 2011), langjähriger Bräurosl-Wirt und Wiesn-Wirtesprecher hoch oben auf dem 5er-Looping. © Markus Schlaf
Jedem Jahr sein skurriles Wiesn-Souvenir: Damals waren es T-Shirts mit Dirndl und Lederhosen-Aufdruck. © Markus Schlaf
Unvergessen auch der Bierfass-Hut. Der hat sich ja eigentlich bis heute gehalten. © Markus Schlaf
Alle Wiesn-Kapellen spielen beim Standkonzert - und der OB dirigiert. © Markus Schlaf
Stimmung! © Markus Schlaf
Die Touristen und ihre Ideen, diesmal: Bier aus dem Helm. Wer's mog. © Markus Schlaf
Und das? Ist das der Bierkrug vom Löwenbräu-Löwen? Eher der vom Paulaner-Turm. © Markus Schlaf
Die Hofbräu-Krone: Impression vom Wiesn-Aufbau. © Markus Schlaf
Damals noch fester Bestandteil des Oktoberfests: Poschners Hühnerbraterei beim Wiesn-Aufbau. 2015 hat das Unternehmen keine Zulassung mehr zur Wiesn bekommen.   © Markus Schlaf
Nur in einem Zelt werden die Bänke so angeordnet: natürlich im Schottenhamel. © Markus Schlaf
Impression vom Wiesn-Aufbau. © Markus Schlaf
Bier her! Die Bedienungen hatten schon immer schwer zu schleppen. © Markus Schlaf
Willi Heide, Reinhard Wieczorek und Gabi Weishäupl.   © Markus Schlaf
Voll war's auch schon vor 20 Jahren: Blick auf die Wiesn von oben in den 90er Jahren. © Markus Schlaf
Immer schön: Impression vom Wiesn-Einzug. © Markus Schlaf
Impression aus der Bräurosl. © Markus Schlaf
Damals neu: Der Freefall-Tower im Jahr 1998. © Markus Schlaf
Immer schön: Kettenkarussell-Impressionen. Bei Nacht... © Markus Schlaf
... oder bei Tag. © Markus Schlaf
Beim Rundgang zu den Wiesn-Neuheiten: Willi Heide und Gabi Weishäupl testen schon mal die heißen Bikes. © Markus Schlaf
Schottenhamel-Bedienungen beim Wiesn-Einzug. © Markus Schlaf

my/mpa

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