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„Bis Herr Lauterbach was anderes sagt“: Münchens OB setzt die nächste Wiesn-Spitze

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Von: Lukas Schierlinger

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Ab dem 17. September soll das Oktoberfest für Ausnahmezustände in München sorgen. Oder doch nicht? Die Debatte hat bereits Fahrt aufgenommen.

Update 6. Juli, 12.45 Uhr: Klang Dieter Reiter in der vergangenen Woche noch ein wenig kryptisch, was die Austragung der Wiesn 2022 angeht (siehe Ursprungsmeldung), versuchte sich der München-OB nun an einem Machtwort. „Ich habe gesagt, wir machen die Wiesn und ich werde dazu nichts anderes mehr sagen, bis Herr Lauterbach was anderes sagt“, erklärte der SPD-Politiker gegenüber dem BR in Richtung des Bundesgesundheitsministers. Und weiter: „Die Wiesn steht nicht auf der Kippe.“

Wiesnchef Clemens Baumgärtner klagte gegenüber dem BR derweil über fortwährende „Unkenrufe“. Der Wirtschaftsreferent glaubt nach wie vor fest daran, dass das Oktoberfest stattfinden wird - ohne jegliche Corona-Beschränkungen.

Oktoberfest 2022 vor nächstem Corona-Aus? Münchens OB teilt seine Sorge

Ursprungsmeldung:

München -  Angesichts der steigenden Corona-Zahlen gibt es in München Sorge ums Oktoberfest. Er hoffe, dass man das Thema „nicht noch kurzfristig diskutieren“ müsse, erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag (28. Juni) gegenüber dem BR.

Die Corona-Zahlen seien niederschmetternd - auch wenn das Hauptaugenmerk inzwischen nicht mehr auf der Sieben-Tage-Inzidenz, sondern auf der Belastung der Krankenhäuser liege.

Sollte die Wiesn im laufenden Jahr wieder stattfinden können, wäre Reiter auch zu einem persönlichen Opfer bereit: Dann dürften es „auch gerne vier Schläge“ werden, wenn er das erste Fass anzapfe, sagte er dem BR. 2019 hatte Reiter nur zwei Schläge gebraucht.

Corona-Diskussion um Wiesn nimmt Fahrt auf - Lauterbach setzt erste Spitzen

Viele Münchner haben sich indes darauf eingestellt, dass die Wiesn ab dem 17. September für Ausnahmezustände in der Stadt sorgen wird. Reichlich diskutiert wurde der Oktoberfest-Bierpreis 2022, auf der Theresienwiese haben die Aufbauarbeiten schon begonnen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte in die Debatte um eine mögliche Wiesn-Absage bereits eingegriffen - und sich bezüglich einer Austragung ohne jegliche Corona-Regeln skeptisch gezeigt. (lks/dpa)

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