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Festzelt-Band nach Shitstorm abgesägt: Wiesn-Besucher reagieren jetzt ganz unterschiedlich

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Die Kapelle Josef Menzl im neuen Bräurosl-Festzelt.
Die Kapelle Josef Menzl im neuen Bräurosl-Festzelt. © IMAGO / Smith

Das Oktoberfest hat eine weitere, wenn nicht die Geschichte des Jahres 2022, bereits geschrieben. Der Eklat um die Blaskapelle aus der Bräurosl schlägt hohe Wellen - auch in den sozialen Netzwerken.

München - Rumms! Das hat es auf der Wiesn selten gegeben. Auf Grund von starken Differenzen mit der Zeltkapelle, vermeintlichem Chaos mit Bedienungen und weiteren Missständen berief gar die Stadt München den Wirt der Bräurosl, Peter Reichert, ein. Zuvor hagelte es Beschwerden, der Aufreger: Die Kapelle spiele lediglich Blasmusik, von Früh bis Spät. Doch die Kritikpunkte blieben nur nicht musikalisch orientiert. Für viele ein No-Go, war die Bräurosl doch sonst als Party-Zelt bekannt gewesen. Jetzt ist klar: Die Kapelle Josef Menzl darf weiterspielen, wird an den Abenden jedoch von der Band „Erwin und die Heckflossen“ abgelöst.

Oktoberfest: Bräurosl-Beben schlägt hohe Wellen - „Schade für die bayerische Landeshauptstadt!“

In den sozialen Netzwerken erklärt sich die Brauerei nochmal selbst. „Der Wirt arbeitet jeden Tag daran, die logistischen Hindernisse zu beseitigen und wir unterstützen ihn dabei,“ heißt es auf Instagram. „Auch an der Musik gab es in den vergangenen Tagen Kritik. Wir stehen zu 100 Prozent zu unserem Wirt Peter Reichelt und der Kapelle Josef Menzl.“ Keine Überraschung, dass auf dieses Statement zahlreiche Reaktionen folgen. So schreibt ein User etwa: „Dass man sich als großes Zelt nicht trauen darf, ‚anders zu sein‘, ist traurig! Schade für die bayerische Landeshauptstadt!“ Ein anderer meint: „Mehr wie schade, dass ihr diese Entscheidung getroffen habt.“

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Festzelt-Band nach Shitstorm abgesägt: Wiesn-Besucher reagieren jetzt ganz unterschiedlich

„Die Wiesn hat in vielerlei Hinsicht nix mehr mit Tradition zu tun“, schreibt ein weiterer in die Kommentare. Und tatsächlich: Viele User äußern wenig Verständnis für die Entscheidung. Tradition und Stimmung seien auch - oder gerade wegen - der Blasmusik ideal gewesen, so der Tenor. Einzelne, die die Lage anders bewerten, gibt es freilich auch. Ein Gast etwa schildert die Lage in der Bräurosl am Samstag- und Sonntagabend. Er berichtet von einem „halbleerem Zelt“, weshalb die meisten Bedienungen „frustriert waren und keinen Umsatz gemacht haben“. Sein Vorwurf: Wenn alle, die so fleißig unter dem Statement kommentieren, die Blasmusik so toll fanden, doch nicht gekommen seien, dann „war es euch das wohl nicht so wert.“

Ein anderer geht in eine ähnliche Richtung: „Fakt ist doch, dass die Stimmung mit Blasmusik halt 0 war. Wenn es die Musik nicht schafft, das Zelt zu überzeugen, dann ist sie vielleicht fehl am Platz“, und fügt hinzu: „Aber jetzt zu argumentieren, als ob alle böse sind, die am Abend einfach feiern wollen halte ich ebenso für ziemlich flach.“

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