1. Oktoberfest
  2. Wiesn-News

Ohne dich schlaf‘ ich heut Nacht nicht ein: Eine überfällige Ode an die Ochsensemmel

Erstellt:

Kommentare

Ochsensemmel auf der Wiesn
Beim Wiesn-Besuch lässt sich der Flaucherfranzl die ein oder andere Ochsensemmel schmecken. © picture alliance/Litzka

Im Himmel der Bayern würde tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl auf jeden Fall eine Ochsensemmel bestellen. Das Loblied auf einen absoluten Oktoberfest-Klassiker.

In ihr würde der Flaucherfranzl gerne ein ausgiebiges Bad nehmen. Nein, noch mehr: Sich genüsslich in ihr suhlen. Welche Zutaten zum unvergleichlichen Geschmack der Soße verhelfen, hat der tz.de-Kolumnist nie hinterfragt. Würde die Festleitung auf seine Ratschläge hören, ihrem Erfinder wäre längst eine Büste an der Bavaria gewidmet worden. Sie ist es, die garantiert, dass schon mit dem ersten Biss in die Ochsensemmel das Geschmacksfeuerwerk auf der Wiesn zündet.

Zarte Fleischfetzen, achtlos zwischen den Semmelhälften verteilt und eine wohltuende, selbst für Rohkost-Skeptiker nie zu dominante Gemüsebegleitung. Landet der Flaucherfranzl eines Tages im Himmel der Bayern, weiß er schon, was er bestellt: „Eine, aber mit reichlich Soße, bitte!“

Auf dem Oktoberfest wird aus dem Flaucherfranzl der Ochsenfetzl

Bringt der Verzehr einer Leberkassemmel eine auch für Nebensitzer belastende Mundfäule mit sich, wirkt der vom Flaucherfranzl propagierte Wiesn-Klassiker ganz anders. Ochsenesser stinken nicht, sie duften. Und verströmen im Festzelt (wo mitunter merkwürdige Sitten herrschen) eine leicht süßliche, sanft ins senfige abgleitende Note. Ein vom Flaucherfranzl durchgeführter „Hauchtest“ mit Mitschunklern diente dazu, diese Einschätzung wissenschaftlich abzusichern.

Privat ist der tz.de-Kolumnist inzwischen fast fleischlos glücklich. Dieser Semmel aber gibt er sich mit Haut und Haaren hin. Zur Wiesn wird aus dem Flaucherfranzl schnell der Ochsenfetzl. Auf dem Heimweg summt er leise vor sich hin: „Ohne dich schlaf‘ ich heut Nacht nicht ein/ Ohne dich fahr‘ ich heut‘ Nacht nicht heim/ Ohne dich komm‘ ich heut‘ nicht zur Ruh/ Das was ich will bist du!“

In unregelmäßigen Abständen beleuchtet tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl gesellschaftliche Entwicklungen in der Landeshauptstadt München. Alle Beiträge finden Sie auf unserer Flaucherfranzl-Übersichtsseite.

Kommentare