Künftig Solaranlagen auf Brauereien?

So öko wird die Wiesn

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Lichtermeer auf der Theresienwiese: Während dem Oktoberfest werden rund drei Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht.

München - Auch ohne Lederlatschen und Häkeltasche: Heuer wird die Wiesn öko! Erstmals läuft das komplette Oktoberfest mit Ökostrom und -gas. Im Gespräch sind sogar Solaranlagen auf den Dächern der Münchner Brauereien.

Der jährliche CO2-Ausstoß auf der Wiesn liegt bei etwa 10 000 Tonnen. Allein jeder Gast kommt mit dem Verzehr von einer Mass Bier, einem halben Hendl und einer Brezn mit Bahnanfahrt auf 12,5 Kilogramm Kohlendioxid! Heuer können die Besucher gleich vor Ort für Ausgleich sorgen. In den Zelten gibt es Klima-Herzen aus Lebkuchen, von deren Verkaufspreis ein Teil in das Klimaschutzprojekt Bayerngas-Ökobonusprogramm fließt. Das Projekt unterstützt kleine Unternehmen bei der Umrüstung von Erdgasheizungen auf Gas, was die CO2-Emmission um 40 Prozent reduziert. Beim Kauf eines kleinen Herzerls (4,50 Euro) können so 25 Kilo CO2 neutralisiert werden, beim großen Herz (6,50 Euro) sogar 50 Kilo – das gleicht somit locker den Wiesn-Besuch von zwei bis vier Gästen aus!

Die schönsten und lustigsten Wiesn-Herzerl

Die schönsten und lustigsten Wiesn-Herzerl

Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
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Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
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Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf
Die schönsten und tollsten Wiesn-Herzerl - aufgespürt von Fotograf Marcus Schlaf. © Marcus Schlaf

Außerdem neu: Die Komplettversorgung mit Öko-Strom: Seit 2000 laufen damit bereits alle öffentlichen Bereiche und Toiletten sowie die Wiesn-Straßen. Heuer kriegen auch die Schausteller und Festwirte M-Ökostrom. Daneben bekommen die Betriebe auch Ökogas – spart insgesamt 1800 Tonnen CO2 ein!

Die Wiesn-Wirte arbeiten seit Jahren an ihren Klimakonzepten, verwenden etwa das Spülwasser der Bierkrüge für die Toiletten und stellen auf LED-Glühbirnen um. Wirt Christian Schottenhamel steigt heuer während der Wiesn statt auf’s Auto auf das umweltfreundliche E-Rad: „So bin ich noch schneller vom Büro auf der Wiesn.“

Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) liegt der Klimaschutz besonders am Herzen. Sein Vorschlag, um den CO2-Verbrauch auf der Wiesn komplett auszugleichen: „Wir brauchen Solaranlagen auf den Dächern der Münchner Brauereien. Da scheint das ganze Jahr die Sonne drauf!“ Jetzt müssen nur noch die Brauereien mitmachen.

Besucher, Bier & Bares: Die Wiesn in Zahlen

Besucher, Bier & Bares: Die Wiesn in Zahlen

Wie viele Toiletten gibt es auf der Wiesn, woher kommen die Besucher und wie viel ist das größte Volksfest der Welt eigentlich wert? Wir haben alle Zahlen rund um das Oktoberfest. © dpa
Das größte Volksfest der Welt findet auf der 42 Hektar großen Münchner Theresienwiese auf einer Fläche von 34 Hektar statt. © dpa
Zum ersten Mal wurde das Oktoberfest im Jahr 1810 anlässlich der Vermählung des späteren König Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen gefeiert. © dpa
Ein großer Einzug der Festwirte ist jedes Jahr der Startschuss für das Oktoberfest. © dpa
Die Wiesn zieht jedes Jahr Millionen Besucher an. 6,9 Millionen Gäste strömten im Jahr 2011 auf die Theresienwiese. © dpa
Mit 72 Prozent bayerischer Besucher (davon 60 Prozent aus München)  ist die Wiesn ist nach wie vor ein Fest für Einheimische. © dpa
Neun Prozen der Gäste kommt aus dem Rest von Deutschland ... © dpa
und 19 Prozent aus dem Ausland. © dpa
Stammkundschaft: 76 Prozent aller Gäste kommen jedes Jahr auf die Wiesn. © dpa
Inzwischen ist die Geschlechterverteilung auf der Wiesn fast ausgeglichen. Der Anteil an männlichen Besuchern liegt bei 51 Prozent. © dpa
49 Prozent der Besucher sind Frauen. © dpa
Im Jahr 2011 betrug der Wirtschaftsfaktor der Wiesn Berechnungen des Veranstalters zufolge  1,1 Milliarden Euro. © dpa
Im Schnitt gibt jeder Besucher 63 Euro auf dem Oktoberfest aus. © dpa
4750 Fundsachen sammeln sich im Schnitt jedes Jahr an. © dpa
7,5 Millionen Mass wurden 2011 ausgeschenkt. © dpa
Im vergangenen Jahr wurden 124.000 Schweinswürstl... © dpa
knapp 70.000 Schweinshaxn... © dpa
118 Ochsen und ... © dpa
rund 522.000 Hendl wurden im Jahr 2011 verzehrt. © dpa
14 große Festzelte und 21 kleine Zelte gibt es auf der Wiesn. © dpa
Insgesamt gibt es rund 104.000 Sitzplätze. © dpa
Das größte Festzelt ist das Hofbräuzelt mit 10.000 Plätzen. © dpa
Nur rund 60 Plätze hat das Cefé Schiebl als kleinster Gastro-Betrieb. © dpa
903 Tonnen Restmüll sammeln sich während der zwei Wochen an. © dpa
Rund 8.000 Festangestellte und 4.000 wechselnde Arbeitskräfte sind während der Wiesn beschäftigt. © dpa
Im Jahr 1810 musste man für einen Liter Bier drei Kreuzer bezahlen. Im Jahr 2012 liegt der Bierpreis  zwischen 9,10 und 9,50 Euro. © dpa
Das Wiesn ist weltberühmt: Einer weltweiten Umfrage aus dem Jahr 1999 zufolge kannten 91 Prozent der Befragten den Begriff "Oktoberfest". © dpa
Kein Wunder, dass es Nachahmungen auf dem gesamten Globus gibt. Ca. 2000 Oktoberfeste nach Münchner Vorbild werden weltweit gefeiert. So auch hier in New York. © dpa
130 Schausteller sorgen mit ihren Fahrgeschäften und Buden für Spaß. © dpa
Toiletten kann es nie genug geben auf der Wiesn. 1.136 "Sitzplätze und 880 "Stehplätze" sollen für Erleichterung sorgen. © dpa
Am ersten Wiesn-Sonntag findet der traditionelle Trachtenumzug mit rund 9.000 Beteiligten statt. © dpa
Alle vier Jahre findet während der Wiesn auch das Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) statt. © dpa
Egal wie viel sie wert ist: Die Wiesn ist und bleibt einfach unbezahlbar! © dpa

Stromfresser Oktoberfest:

Sechs Millionen Gäste, 14 große Zelte, unzählige Fahrgeschäfte und Buden – das muss erst mal laufen! Die wichtigsten Fakten zum Strom- und Gasverbrauch auf der Wiesn:

- Drei Millionen Kilowattstunden Strom werden auf der Wiesn verbraucht – das entspricht dem Verbrauch einer Kleinstadt mit 21 000 Einwohnern!

- Mit dem Strom könnte man 1200 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.

- 43 Kilometer Kabel werden für die Stromversorgung verlegt, 16 oberirdische und drei unterirdische Trafostationen werden aufgebaut.

- 200 000 Kubikmeter Erdgas werden auf der Wiesn verbraucht. Damit könnte man 85 Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Heizung und Warmwasser versorgen.

Christina Schmelzer

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