Nach Hippodrom Razzien bei Kuffler & Käfer

Zoll filzt Schicki-Micki-Zelte

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In Käfer’s Wiesnschänke hatte der Zoll nach der Razzia nichts zu beanstanden.

München - Nach der Zoll-Kontrolle im Hippodrom am Dienstag gab es am Mittwoch in den beiden anderen Schicki-Micki-Zelten Käfer und Weinzelt Razzien. 

Besucher zücken ihre Kamera, andere gucken verwirrt: Aufregung am Mittwoch auf der Wiesn. Vor dem Weinzelt und Käfer’s Wiesn-Schänke steht eine Truppe in dunkelgrüner Uniform. Einen Tag nach dem Hippodrom jetzt Razzien in den beiden anderen Schicki-Micki-Zelten!

Um 9 Uhr filzen 20 Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit das Weinzelt von Wirt Stephan Kuffler: Etwa 100 Security-Mitarbeiter werden befragt, ihre Arbeitsverträge geprüft – es geht um die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften. „Der Zoll zeigt Präsenz auf dem Oktoberfest“, sagt Thomas Meister vom Münchner Hauptzollamt.

Was die Wiesn heuer kostet

Fischsemmel: Matjes- und Lachssemmeln kosten nicht überall gleich viel: Am U-Bahnaussgang bei der „Fisch Hütt’n“ kostet Matjes 3,80 Euro, Lachs 4 Euro. Beim „Hanseaten Imbiss“ neben der Ochsenbraterei gibts Matjes für 3 Euro, Lachs für 4,50 Euro. © dpa
Geisterbahn: Einmal Gruseln macht fünf Euro bitte: So viel kostet der „Shocker“ (Kinder: vier Euro). Etwas günstiger gibt es den Horror im „Geisterschloss“. Hier zahlen Erwachsene 4,50 Euro, Kinder nur 3,50 Euro. © dpa
Hendl: Ein halbes Wiesnhendl gibt es nicht nur im Zelt. Beim Wildmoser kostet es 8,50 Euro, beim Ammer gibt’s das halbe Biohendl für 11,45 Euro. © dpa
Herzerl: Sie sind die Klassiker unter den Wiesn-Souvenirs: Die Lebkuchenherzerl mit Grüßen vom Oktoberfest. Es gibt sie natürlich in allen Größen und Preisklassen. Das Durchschnittsherz kostet heuer aber fast überall 7,50 Euro. © dpa
Gebrannte Mandeln: Die Preisspanne ist groß: Bekommt man beim Stand vor der Ochsenbraterei für 5 Euro 250 Gramm, kosten wenige Meter weiter beim Stand zwischen Ochsenbraterei und Ammer 300 Gramm 7,50 Euro. © dpa
Olympia-Looping: Willkommen beim teuersten Fahrspaß auf der Wiesn: Der Olympia-Looping am Ende der Schaustellerstraße ist Kulisse für etliche Touristen-Fotos. Eine Fahrt durch die fünf Loopings kostet heuer acht Euro, für Kinder sechs. © dpa
Power Tower: In luftiger Höhe auf den Absturz warten – wer hier einsteigt, sollte schwindelfrei sein. Erwachsene zahlen 6,50 Euro, Kinder 5 Euro. Das Geschrei der Fahrgäste hört man über die ganze Festwiese. © dpa
Riesenrad: Das verträgt jeder Magen: Eine Fahrt im Riesenrad bietet keine Überraschungen, aber dafür einige ruhige Minuten mit Blick auf das Wiesn-Getümmel. 6,50 Euro muss das Erwachsenen heuer wert sein, Kinder zahlen drei Euro. © dpa
Autoscooter: Hier gibt’s keine Promillegrenze: Zwischen zwei und drei Euro zahlt man für eine Fahrt in einem der fünf Autoscooter. Unser Foto entstand bei „Lindner“ neben der Ochsenbraterei – er liegt mit drei Euro allerdings an der Obergrenze. © dpa
Wellenflug: Dem Himmel so nah kommt man im Kettenkarussell, und einen tollen Ausblick über die Festwiese gibt’s obendrein. Zwei Mal gibt’s den Wellenflug auf der Wiesn – und er kostet einheitlich drei Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. © dpa
Wilde Maus: Sie ist rasant, aber auch für Kinder geeignet: Eine Fahrt in der Wilden Maus kostet in diesem Jahr 5,50 Euro, für Kinder vier Euro. © dpa
 © dpa
Toboggan: Schon seit 1933 steht das traditionelle Fahrgeschäft auf der Wiesn. Eine Fahrt kostet 3,50 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Die Schadenfreude des Publikums, wenn man das Gleichgewicht verliert, gibt’s gratis. © oktoberfest-live.de

Vier Stunden später rücken die Beamten in Käfer’s Wiesn-Schänke ein. Hier kontrollieren sie Sicherheitsordner sowie das Toiletten-Personal. Meister: „Weil wir den Betrieb im Zelt mitten am Tag nicht lahm legen wollten, haben wir das Schankpersonal und die Bedienungen nicht überprüft.“ Bei den Sicherheitsordnern schauen die Beamten genau hin, ob die Mindestlohn-Grenze von 8,25 Euro eingehalten wird. Außerdem wird überprüft, ob alle Mitarbeiter sozialversichert sind und ob Schwarzarbeit besteht.

Wirt Michael Käfer befand sich zum Zeitpunkt der Razzia in einer Besprechung in der Innenstadt. Seine Geschäftsführerin Susanne Geimann sagte zur tz: „Die Kontrolle war natürlich nicht angekündigt. Die Beamten haben die Arbeitsverträge unserer Mitarbeiter mitgenommen. Aber man sagte uns bereits, dass alles vorbildlich laufe.“ Tatsächlich: Weder bei Käfer noch bei Kuffler hatten die Beamten etwas zu beanstanden.

Bereits einen Tag vorher hatte der Zoll die rund 300 Mitarbeiter im Hippodrom kontrolliert und beim externen Sicherheitsdienst etwas zu monieren.

Meister: „Diese Kontrollen sind verdachtsunabhängig.“ Soviel ist jedoch sicher: „Es wird nicht unser letzter Besuch auf der Wiesn gewesen sein."

C. Lewinsky, D. Plange

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