Polizisten bei Ermittlungen mit kreativer Idee

Wilde Maus: Diebe unterm Personal?

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Betreiber Peter Münch sen. und jun. stellen sich hinter ihre Mitarbeiter

München - Auch durch eine kreative Idee bei den Ermittlungen sind Polizisten auf mögliche Diebe unter den Wilde-Maus-Mitarbeitern gestoßen. Betreiber Peter Münch glaubt (noch) an die Unschuld der beiden.

Die Wilde Maus ist längst Kult auf der Wiesn: Auch Oberbürgermeister Christian Ude liebt die Zickzack-Fahrt in luftiger Höhe. Einen Fan weniger dürfte die Wilde Maus allerdings seit Montagabend haben. Eine Südtirolerin (42) verlor nämlich während der rasanten Fahrt ihre Handtasche. Sie plumpste in einen Bereich, zu denen nur Mitarbeiter der Wilden Maus Zutritt haben.

Zwar gaben zwei Mitarbeiter (28 und 54) das gute Stück zurück. Allerdings nicht ganz vollständig – es fehlten das Handy und Bargeld! Da die Frau aus Bozen die Mitarbeiter als Diebe verdächtigte, rief sie die Polizei. Die Beamten besuchten daraufhin die Männer in ihrem Wohnwagen. „Doch diese bestritten zunächst den Diebstahl“, sagt Polizeisprecher Peter Beck.

Alles Leugnen nützte den beiden Polen aber nichts. Die ermittelnden Polizisten hatten nämlich eine geniale Idee: Rufen wir doch einfach mal die Handynummer der Südtirolerin an, dachten sie sich! Und siehe da – es klingelte im Wohnwagen. Die Beamten gingen dem Ton nach und fanden prompt das Smartphone, versteckt in einem Kasterl.

Daraufhin wurden die verdächtigen Wilde-Maus-Mitarbeiter durchsucht. Bei dem 54-Jährigen fand sich das Bargeld der Wiesn-Besucherin von etwa 30 Euro. Da die Polen in Deutschland keinen festen Wohnsitz hatten, nahmen die Polizisten sie in Gewahrsam. Sie wurden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Der Wilde-Maus-Chef Peter Münch jedenfalls glaubt (noch) an die Unschuld seiner zwei Angestellten. „Es ist nichts bewiesen“, sagte er der tz am Telefon. „Die Sachen können ja auch nur aufbewahrt worden sein.“ Die Ermittlungen werden Klarheit bringen.

JAM

Was die Wiesn heuer kostet

Fischsemmel: Matjes- und Lachssemmeln kosten nicht überall gleich viel: Am U-Bahnaussgang bei der „Fisch Hütt’n“ kostet Matjes 3,80 Euro, Lachs 4 Euro. Beim „Hanseaten Imbiss“ neben der Ochsenbraterei gibts Matjes für 3 Euro, Lachs für 4,50 Euro. © dpa
Geisterbahn: Einmal Gruseln macht fünf Euro bitte: So viel kostet der „Shocker“ (Kinder: vier Euro). Etwas günstiger gibt es den Horror im „Geisterschloss“. Hier zahlen Erwachsene 4,50 Euro, Kinder nur 3,50 Euro. © dpa
Hendl: Ein halbes Wiesnhendl gibt es nicht nur im Zelt. Beim Wildmoser kostet es 8,50 Euro, beim Ammer gibt’s das halbe Biohendl für 11,45 Euro. © dpa
Herzerl: Sie sind die Klassiker unter den Wiesn-Souvenirs: Die Lebkuchenherzerl mit Grüßen vom Oktoberfest. Es gibt sie natürlich in allen Größen und Preisklassen. Das Durchschnittsherz kostet heuer aber fast überall 7,50 Euro. © dpa
Gebrannte Mandeln: Die Preisspanne ist groß: Bekommt man beim Stand vor der Ochsenbraterei für 5 Euro 250 Gramm, kosten wenige Meter weiter beim Stand zwischen Ochsenbraterei und Ammer 300 Gramm 7,50 Euro. © dpa
Olympia-Looping: Willkommen beim teuersten Fahrspaß auf der Wiesn: Der Olympia-Looping am Ende der Schaustellerstraße ist Kulisse für etliche Touristen-Fotos. Eine Fahrt durch die fünf Loopings kostet heuer acht Euro, für Kinder sechs. © dpa
Power Tower: In luftiger Höhe auf den Absturz warten – wer hier einsteigt, sollte schwindelfrei sein. Erwachsene zahlen 6,50 Euro, Kinder 5 Euro. Das Geschrei der Fahrgäste hört man über die ganze Festwiese. © dpa
Riesenrad: Das verträgt jeder Magen: Eine Fahrt im Riesenrad bietet keine Überraschungen, aber dafür einige ruhige Minuten mit Blick auf das Wiesn-Getümmel. 6,50 Euro muss das Erwachsenen heuer wert sein, Kinder zahlen drei Euro. © dpa
Autoscooter: Hier gibt’s keine Promillegrenze: Zwischen zwei und drei Euro zahlt man für eine Fahrt in einem der fünf Autoscooter. Unser Foto entstand bei „Lindner“ neben der Ochsenbraterei – er liegt mit drei Euro allerdings an der Obergrenze. © dpa
Wellenflug: Dem Himmel so nah kommt man im Kettenkarussell, und einen tollen Ausblick über die Festwiese gibt’s obendrein. Zwei Mal gibt’s den Wellenflug auf der Wiesn – und er kostet einheitlich drei Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. © dpa
Wilde Maus: Sie ist rasant, aber auch für Kinder geeignet: Eine Fahrt in der Wilden Maus kostet in diesem Jahr 5,50 Euro, für Kinder vier Euro. © dpa
 © dpa
Toboggan: Schon seit 1933 steht das traditionelle Fahrgeschäft auf der Wiesn. Eine Fahrt kostet 3,50 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Die Schadenfreude des Publikums, wenn man das Gleichgewicht verliert, gibt’s gratis. © oktoberfest-live.de

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